RESCUE IT Forschungsproject Webseite
Warenketten werden in der heutigen Zeit durch einen komplexen und heterogenen Verbund aus Informations- und Kommunikationstechnologien und darauf aufbauenden Anwendungen der Warenkettenpartner realisiert. Diese Systeme koordinieren je nach Art der Anwendungsdomäne Warenflüsse, Prozesse und Daten über dedizierte Produktions-, Lager,- und Logistikmanagementsysteme.
- Mutwillige Sabotage innerhalb der Produktion von Lebensmitteln
- Risken während des Transports bedingt durch Umwelteinflüsse als auch gezielte Angriffe
- Ausnutzung von Schwachstellen der unterstützenden IT Infrastrukturen
- Gezielte Beeinträchtigung der Qualität und Konsumierbarkeit von Gütern in Grosshandelsszenarien
Ziel des Projektes RESCUE IT – (Robustes und vErfügbares SCM - UntErstützende IT-Plattform) ist die Entwicklung einer verteilten, service-basierten IT-Infrastruktur für die Sicherstellung von kontinuierlich überwachten und robusten Warenketten. Dadurch kann gewährleistet werden, dass für die Bevölkerung wesentliche Waren- und Dienstleistungsströme kontinuierlich fließen. SOA, also Service-Orientierung bedeutet in diesem Fall die Verwendung offener Protokolle und Schnittstellen, um die Kommunikation zwischen heterogenen, verteilten Systemen zu vereinfachen. Kontinuierlich bedeutet in diesem Fall, dass Medienbrüche über Organisationsgrenzen hinaus vermieden werden.
Die schnelle und effiziente Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit solcher Warenketten ist auch im Falle von Angriffen gegen die Verfügbarkeit und Integrität der Waren ein zentraler Beitrag zur zivilen Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland. Konkrete Szenarien in RESCUE IT adressieren den Lebensmittelbereich und darin Fälle wie nicht verfügbare Grundnahrungsmittel oder bewusst kontaminierte Produkte, bzw. die vorhergehenden Angriffe gegen logische und physische Kontrollen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Der Schutz von Warenketten erfordert eine globale – d.h. die Unternehmensgrenzen überschreitende – Sicht auf den Zustand der Waren (z.B. hinsichtlich Qualität, aktuellem Aufenthaltsort) sowie auf den Zustand der Prozesse (z.B. Prozessfortschritt und -laufzeit, Verzögerungen) entlang der Warenkette. Eine solche globale Sicht kann jedoch im Widerspruch zu den Sicherheits- und Schutzbedürfnissen der beteiligten Unternehmen und Nutzergruppen stehen. Ein Paradigmenwechsel sowie die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung herkömmlicher Plattformtechnologien, –konzepte und –werkzeuge sind erforderlich, um auch diesen Bedürfnissen gerecht zu werden und die Akzeptanz einer solchen Plattform zu gewährleisten.


